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Offline Blog startet in Berlin

Im Juni startet die Aktion “Das Buch der Blogger” von Marcus O. Mielke. Hierbei wird ein Buch durch die Gegend geschickt und von jedem, der es erhält eine Seite vollgeschrieben. Mit der Zeit soll so ein Sammelsurium verschiedenster Themen und liebevoll gestalteter Seiten entstehen.

via : Teo-Net

Das erste was ich mit dem Titel dieses Artikels in Verbindung gebracht habe, war schon wieder ein Buch übers Bloggen das keiner braucht. Bücher über das Bloggen mit Wordpress sind schon mit jeder neuen Version beinahe wieder überholt, für Grundlegende Weisheiten frage ich Konnafuzius, alles andere lässt sich in unzähligen Blogs kostenlos und aktueller nachlesen.

Doch halt, was ist das? Ich soll selbst was dafür schreiben? Also schreiben jetzt im Sinne von Stift benutzen? In der Tat, wie ich bei Stoffel gelesen habe ist Marcus Mielke auf die Idee gekommen, die eigentlich gar nicht neu ist, denn von so etwas wie einem Tagebuch stammt das Bloggen ja im eigentlichen Sinne ab. Und das hat man bekanntlich noch Abends am Schreibtisch geschrieben.

via Spontis

Das Buch der Blogger startet in Berlin

…und endet hoffentlich auch dort. So zumindest stellt sich das Marcus Mielke von momworx vor. Und weil es so ungewöhnlich und vor allem weder 2nullig noch 1nullig sondern richtig OldSchool ist, stellen wir dieses “innovative” Projekt hier mal kurz vor…

…Marcus Mielke entsinnt sich zurück, als man noch seine Tagebuch-Notizen mit Stift und Papier machte und will dieses alte “Ritual” bei interessierten Bloggern wieder ins Bewusstsein zurückholen.

via Alles2null

Ein Buch zum anfassen … und von Bloggern erstellt … ist wie ich finde eine sehr schöne Idee.

via Mahltied

Selten spricht TextLoft ausdrückliche Empfehlungen aus. Doch soll heute auf ein besonders reizvolles und spannendes Vorhaben aus der Bloggerszene hingewiesen werden, das hoffentlich viel Zuspruch und Beteiligung erfahren wird: “Das Buch der Blogger” ist eine für Schrifttum-Liebhaber äußerst interessante und in virtuellen Mainstream-Zeiten begrüßenswerte, tröstlich poetische Initiative von Marcus O. Mielke.

via TextLoft

Ein überaus reizvolles und intelligentes Projekt beschäftigt zur Zeit die Bloggerwelt. Es geht um die Rückkehr zur Schrift in ihrer ursprünglichsten Form.

Das Prinzip ist einfach. Von Berlin aus soll ein Moleskine-Buch an freiwillige und ausgesuchte Teilnehmer verschickt werden, in dem Blogger sich jeweils auf einer Seite mit Gedanken, Kritzeleien, Collagen, und was ihnen sonst einfällt oder wichtig ist, verewigen dürfen. Das Buch wird dann einer gesteuerten Liste folgend von Blogger zu Blogger weiter verschickt werden, idealerweise bis es vollgeschrieben oder -gezeichnet an den Initiator zurückgesendet wird, um dann für einen guten Zweck versteigert zu werden. Bloggen offline und gemeinschaftlich.

Was so unter dem Namen BUCH DER BLOGGER initiiert wurde, ist nicht nur ein faszinierendes Experiment – erinnert es doch in gewisser Hinsicht an die von Klaus Hömberg im Frankfurter Museum für Kommunikation 2001 präsentierte Sammlung “DIN ART 4 – 560 Künstler und ein Formular” –, sondern auch Grund zu Optimismus. Auch in virtuellen Zeiten ist das Handgeschriebene also nicht ganz vergessen. Ganz im Gegenteil findet die Idee in den relevanten Foren, die bekanntlich eher von den jüngeren Generationen besucht werden, großen Zuspruch: Die Anzahl der Bewerber und Interessenten steigt täglich, der Erfolg scheint zum Greifen nah.

Auch das gewählte Medium ist nicht gerade für die im Allgemeinen hier angesprochene Altersgruppe typisch: Es wurde ausgerechnet das legendäre und zeitlose Moleskine-Heft gewählt, das somit, nachdem es in den letzten Jahren allzu häufig zum demonstrativen Ausdruck modebewussten Snobismus’ wurde, hier zu seiner eigentlichen Bestimmung zurückfinden kann. Hemingway würde es uns danken.

Als positiv zu verzeichnen ist ebenfalls, dass die Kommentare und Bewerbungen, die auf der Homepage eingehen, mitunter von einer im Web 2.0 ansonsten verloren gegangenen stilistischen Qualität und einem ungewohnten Sprachwitz zeugen.

Dem Projekt ist rege Beteiligung und ein glücklicher Abschluss zu wünschen. PAPIER-TINTE-SCHRIFT wird weiterhin darüber berichten.

via Papier – Tinte – Schrift

In der digitalen Zeit ist das ein schönes Projekt, das auch au die alten handwerklichen Methoden der Kommunikation aufmerksam macht. Oder wann habt ihr euren letzten Brief geschrieben?

via art-for-eye

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